Hooksiel – Zeebrugge

Samstag, 12. Mai 2007: Hooksiel 0 sm

Mist, so ein Schietwetter! Wie im letzten Jahr bei der Taufe verlässt uns auch dieses Jahr zur Abschiedsparty wieder unser Wetterglück. Es regnet wie aus Kübeln, nur ab und ab wagt sich mal ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke. Zum Glück können wir für unsere Party die Winterlagerhalle der Werft Hooksiel nutzen. Schön aufgeräumt und sogar extra gefegt, hat man sie für uns. Die Bierzeltgarnituren stehen parat, das Grillfleisch nebst Grill wartet auf hungrige Gäste und das erste Bierchen läuft auch schon munter aus dem Zapfhahn. Pünktlich um elf trudeln die ersten Gäste ein. Und dann geht es wie bei jeder guten Party drunter und drüber. Rund 50 Verwandte, Freunde und Bekannte sind gekommen, um uns zu verabschieden, uns noch ein paar gute Wünsche und vorsichtshalber auch etwas (flüssigen) Proviant mitzugeben und unser Heim für die nächsten Jahre noch einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wir machen eine Bordführung nach der anderen und grillen Steaks und Würstchen was das Zeug hält. Bis nachts um 12 halten die letzten Gäste durch und wir fallen geschafft, aber glücklich fast alle unsere Lieben noch einmal gesehen zu haben, in unsere Kojen.

Abschiedsparty
Abschiedsparty mit all unseren Freunden

 

Sonntag, 13. Mai 2007: Hooksiel 0 sm

Eigentlich sollte es heute ja losgehen mit der Weltumsegelung. Um Punkt 11 Uhr wollten wir durch die Schleuse fahren und dann Segel Richtung Helgoland setzen. Viele unserer Freunde waren extra über Nacht in Hooksiel geblieben, um uns zu verabschieden und zuzusehen, wir wir dem Horizont entgegensegeln. Doch zwei Dinge machen uns einen Strich durch die Rechnung. Erstens sagt der Wetterbericht ungünstige Winde und Regen voraus und zweitens müssen wir am Montag noch eine kleine Reparatur in der Werft durchführen lassen. Also wird es nichts mit dem Winken am Deich. So versammeln sich alle noch einmal beim Schiff und das eine oder andere Gläschchen Sekt hilft den Abschiedsschmerz zu überwinden. Das Ganze übrigens bei strahlendem Sonnenschein. Dem Wetterbericht kann man aber auch wirklich nix glauben. Nachdem sich alle verabschiedet haben, klaren wir das Schiff auf und genießen einen etwas ruhigeren Abend.

 

Montag, 14. Mai 2007: Hooksiel 0 sm

Axels Geburtstag!!! Und bei uns klingelt um sieben Uhr der Wecker. Für acht Uhr hat sich Herr Heibeck zur Reparatur unseres Navigationsschrankes angesagt. Der war doch tatsächlich unter der Last der Bücher in sich zusammengesunken. Wir hätten wohl angeben müssen, dass er keine leichte, sondern schwere Literatur beherbergen sollte. Durch eine Stütze in der Mitte lässt sich das Problem schnell lösen. Nur der Lack muss noch drauf und dann kann es endlich für uns losgehen. Auch heute ist das Wetter aber eh nichts zum Segeln. Der Wind weht stark und aus der falschen Richtung. Ein Regenschauer löst den nächsten ab. Also werden einfach noch ein paar Restarbeiten an Bord ausgeführt und die Geschenke von der Abschiedsparty bruchsicher verstaut. Nachmittags kommen Nadja, Jens, Bärbel, Katinka und Svea vorbei und bringen als Geburtstagsgeschenk leckeren Kuchen mit. Gut gesättigt bleibt daher abends die Küche kalt und wir beschäftigen uns mit der Reiseplanung für die nächsten Tage. Am nächsten morgen soll es endlich nach Helgoland losgehen. Dort wollen wir bis mindestens Sonntag bleiben und uns mit Judith und Sönke von der Hippopotamus, sowie der Crew der Aphrodite treffen. Wir alle haben erstaunlicherweise mehr oder weniger den gleichen Weg in den nächsten Wochen und Monaten. Die Hippos wollen in zweieinhalb Jahren bis nach Neuseeland und für die Crew der Aphrodite geht es (erstmal) in anderthalb Jahren einmal um den Atlantik. Wir sind jedenfalls auf die anderen gespannt und freuen uns auf das Treffen.

Dienstag, 15. Mai 2007 Hooksiel – Helgoland 30,4 sm

Ein herrlicher Tag um auf Weltumsegelung zu gehen! Die Sonne strahlt vom Himmel, der Wind weht leicht und locker und wir sind guter Stimmung. Schnell baut uns Herr Heibeck noch die frisch lackierte Stütze unter unseren Schrank und schon sind wir gegen 10 Uhr startbereit. Zu unserer Freude sind unsere Familien noch einmal zum Verabschieden gekommen. Axels Eltern haben diesmal auch die Oma mitgebracht, die zur Abschiedsparty nicht mitgekommen war. Bärbel, Nadja und Jens hatten sich sowieso mit den Kindern in Hooksiel eine Ferienwohnung genommen. Diesmal klappt es auch mit der Schleuse. Um 11 Uhr geht es einige Dezimeter bergauf und dann auf die Nordsee hinaus. Am Deich stehen die anderen und schwenken die Taschentücher. Ein schöner Anblick! Wir setzen noch im Hafen das Groß und segeln davon. Erst noch recht langsam, da die Tide noch aufläuft und der Wind ein wenig schwächelt. Doch auf Höhe Mellum kommt langsam Schwung in die Sache. Der Wind legt auf freundliche 5 Bft. aus Südwest zu und die Tide schiebt uns von hinten an. So kommen wir bereits nach 4 1/2 Stunden auf Helgoland an. Wir legen uns längsseits bei Lage A (Boote > 16 m) hin. Nicht der schönste Platz, da man um an Land zu kommen erstmal eine Leiter hinauf klettern muss. Doch bevor wir einen anderen von seinem Platz vertreiben oder ins Päckchen gehen, nehmen wir lieber diesen Nachteil in Kauf. Ein Gang zum Hafenmeister bringt außerdem die Information, dass über den Feiertag die Ostmole wieder für Yachten freigegeben wird. Dort wird derzeit riesengroß die Pier saniert, so dass ein Liegen dort eigentlich nicht möglich ist. Angesichts der Massen an Yachten, die über Himmelfahrt und Pfingsten hier erwartet werden, hat man sich jedoch entschlossen die Stege für die nächsten zwei Wochen wieder auszubringen. Am nächsten Abend werden wir also dorthin verholen. Den Spargel, den es eigentlich zum Abendessen geben sollte, müssen wir leider in den Müll entsorgen. Trotz neuem Thermostats und Verlegung des Kühlsensors in den unteren Teil der Kühlbox friert diese immer noch im unteren Bereich. Der Spargel hat sich so leider in eine gefrorene und im aufgetauten Zustand ziemlich labberige Masse verwandelt. Gefrustet beschließen wir dann lieber Essen zu gehen. Wir versuchen es erst in der „Bunte Kuh“, doch dort ist schon alles besetzt. So kehren wir dann in das direkt am Hafen befindliche „Marina“ ein und bekommen dort leckerste Scholle für Axel und Knieper satt für mich kredenzt. Anschließend brauchen wir nur noch die Leiter zum Schiff runterhangeln und in unsere Kojen fallen.

Mittwoch, 16. Mai 2007: Helgoland 0 sm

Definitiv kein Segelwetter heute! Es regnet und weht ganz ordentlich. Nur kurz wagen wir uns am Vormittag aus dem Hause. Da uns beim gestrigen Segeln die Schublade unter dem Niedergang aufgesprungen war, wollen wir sie jetzt lieber mit einem Vorreiber sichern. Also kaufen wir bei Rickmers das passende Stück (natürlich von NiroPe). Außerdem erstehen wir beim örtlichen Edeka-Markt (der Markt mit der weltweit höchsten Warendichte pro Quadratmeter meiner Meinung nach) Spargel und gehen dann schnell wieder an Bord. Um 16 Uhr verholen wir dann nach Absprache mit dem Hafenmeister Hello World an die Ostmole. Gerade im rechten Moment, denn nur Minuten nachdem wir festgemacht haben, fängt es plötzlich richtig an zu stürmen. Der Windmesser zeigt 37 kn, also schöne 8 Bft. Wind an. Während wir die aufgewühlte See aus dem geschützten Cockpit beobachten, nähern sich einige Yachten von See dem Hafen. Wir schwanken zwischen Hochachtung und „die müssen ja völlig bescheuert sein, bei diesem Wetter loszufahren“. Sind die Yachten doch alle deutlich kleiner als Hello World und wir wären bei so einem Wetter bestimmt nicht raus gefahren. Bei den ersten geht auch alles noch gut, doch dann kommt ein Segler mit schlagendem Vorsegel in den Hafen gesteuert. Axel hilft beim Anlegen und anschließendem Bergen des Segels. Der Wind hatte einfach den Block der Selbstwendeanlage abgerissen und der Skipper sich nicht mehr aufs Vorschiff getraut. Zusätzlich war sein Mitsegler auch noch so seekrank, dass er kaum noch ansprechbar war. Losgefahren waren sie bei Flaute auf Büsum, doch dann hatte sie das Wetter mit bis zu 9 Bft. auf See überrascht. Wir sind froh nach der Aktion wieder im warmen Salon zu sein und kochen uns den gestern verpassten Spargel mit Salzkartoffeln und Sauce Hollandaise. Lecker!!!

Donnerstag, 17. Mai 2007: Helgoland 0 sm

Vatertag! Das heißt auf Helgoland: Großkampftag! Die Fähren fahren teilweise zweimal zwischen Insel und Festland hin und her und die Händler freuen sich auf die kaufwütigen Massen. Wir rechnen mit einigen Nebenliegern und hoffen auf ruhige Nachbarn. Nach dem Frühstück baut Axel unser neues Antifoulingsystem an. Dieses hatten wir im März auf der Boatfit in Bremen erstanden. Im Prinzip besteht es aus zwei Kupferstangen, die leicht unter Strom gesetzt und im Hafen oder vor Anker an Bug und Heck ins Wasser gehangen werden. Sie sollen dann eine Art „Schutzschild“ um den Rumpf bilden, der jegliche Alge oder Muschel davon abhält sich am Rumpf häuslich einzurichten. Wir sind gespannt, ob das Prinzip funktioniert. Wenn ja, dann sparen wir uns in den nächsten Jahren viel Arbeit, Mühe und Geld bei der Suche nach einem geeigneten Platz unser Schiff aus dem Wasser zu nehmen und das Unterwasserschiff zu streichen. Wenn nicht, sind wir halt um eine Erfahrung reicher und etwas Geld ärmer. Wir werden auf jeden Fall über unsere Erfahrungen berichten. Gegen Mittag machen wir uns auf zu einem kleinen Inselrundgang. Wir erklimmen das Oberland und marschieren zum Lummenfelsen. Schon von weitem riecht man die Bewohner. Tausende Trottellummen, Basstölpel und Möwen haben sich hier zum Brüten niedergelassen. Weiter geht es wieder Richtung Stadt. Im Oberland kommen uns dann die ersten Vatertagstouren entgegen. Wer diese feucht fröhliche Tour auf Helgoland ausrichtet, wird jedenfalls keine Probleme mit der Grundversorgung haben. Der Fuselfelsen bietet für jeden Geschmack und für den kleinsten Geldbeutel Hochprozentiges zu Trinken. Wir kaufen noch schnell ein wenig Pepperoni und grünen Spargel bei unserem Lieblings-Edeka ein und gehen dann zurück an Bord. Während wir unterwegs waren, haben wir tatsächlich einen Nachbarn bekommen. Ein Lagoon-Katamaran hat neben uns festgemacht. Doch zum Glück scheinen die Bewohner tatsächlich eher zur ruhigen Sorte zu gehören. Auf jeden Fall dringt noch keine Disco-Wummer-Musik zu uns herüber und eine Discokugel scheint auch nicht an Bord zu sein. Mit so etwas hatten wir vor ein paar Jahren mal in Sonderborg Bekanntschaft gemacht und eine sehr schlaflose Nacht verbracht. Da das Wetter nicht wirklich optimal für eine Segelreise nach Helgoland ist (es weht aus Nordwest und ist grau und regnerisch), bleibt der Hafen dann auch vergleichsweise leer. Es bleibt bei dem einen Nebenlieger, der in der Tat nicht zur lauten Sorte gehört. Während ich nachmittags diese Zeilen tippe, bereitet Axel eine leckere Asiatische Spargelsuppe zu. Einfach das Spargelwasser von gestern mit einigen Hähnchenbruststreifen, Stücken von grünem Spargel, etwas Pepperoni, Kokosmilch und Zitronensaft angereichert und schon ist das Abendessen fertig. Abends machen wir noch einen Ausflug in die „Bunte Kuh“ um einen Caipirinha bzw. einen Eiergrog zu genießen. Schnell kommen wir mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch, die heute mit einer Hanseat 37 aus Hooksiel angereist sind. Leicht beduselt geht es irgendwann zwischen 10 und 11 zum Schiff zurück, wo wir noch ein wenig Lesen, bevor die Anziehungskraft der Kissen zu groß wird.

Freitag, 18. Mai 2007: Helgoland 0 sm

Der Tag beginnt mal wieder ziemlich grau und windig. Wir bauen nach dem Frühstück unsere Kuchenbude auf, um wenigstens ein wenig im Cockpit sitzen zu können um die Aussicht zu genießen. Bereits vor Mittag kommen dann auch die ersten Yachten im Hafen an. Ein Päckchen nach dem anderen wird aufgebaut. Wir schauen uns das Treiben faul aus dem Cockpit an und verbringen fast den gesamten Tag mit Lesen. Nur kurz geht es in die Stadt um ein paar Essenszutaten (Tomaten und Baguette) zu erstehen. Außerdem kaufen wir noch ein paar Scampi, Schokolade und M&Ms bei Manni Engel ein. Zum Mittag gibt es leckere Fischbrötchen aus der örtlichen Fischräucherei. Eigentlich kann man es so ganz gut auf Helgoland aushalten. Müssen wir eigentlich überhaupt weitersegeln? Obwohl, Texel soll ja auch ganz nett sein. Also fahren wir halt doch weiter! Gegen Mittag klar der Himmel wie vorausgesagt auf und die Sonne erwärmt unseren „Wintergarten“ auf mummelige Grade. Ohne Kuchenbude wäre es doch um einiges kühler. Der Wind kommt inzwischen aus Süd bis Südwest und bläst uns somit genau von Hinten an. Während wir so im Cockpit sitzen, ergibt sich manch nettes Gespräch mit den Bootsnachbarn. Besonders unser Antifouling-System scheint einige Aufmerksamkeit zu erregen. Wir machen uns einen Spaß und erzählen, dass es sich um eine „hochmoderne“ Angel handelt. Man muss nur so lange Warten, bis ein Fisch darunter schwimmt, dann einfach fallen lassen und den Fisch damit erschlagen. Als Gegenvorschlag kommt die Idee, man könne auf einfach eine Uhr unter Wasser halten. Wenn dann ein Fisch vorbei käme um zu fragen, wie spät es sei, könnte man ihn einfach mit der Hand fangen. Bis zum Nachmittag haben wir auch ein paar neue Nachbarn bekommen. Der Katamaran war bereits um 4 Uhr morgens zum NOK aufgebrochen. Stattdessen hat sich eine Fingulf 41 aus Bocholt neben uns gelegt. Daneben noch ein kleinerer Segler und schon ist unsere heutige Wohngemeinschaft perfekt. Glück gehabt. Andere Päckchen bestehen inzwischen aus 5-6 Schiffen. Abends genießen wir ein leckeres Hähnchen-Schafskäse-Baguette und sitzen bis zum Dunkelwerden im Cockpit.

Samstag, 19. Mai 2007: Helgoland 0 sm

Die Sonne scheint fröhlich und wir können – dank Kuchenbude – im Cockpit frühstücken. Danach ist Wäschetag angesagt. Wir suchen den freundlichen Betreiber der Dusch- und WC-Anlage auf und buchen Waschmaschine und Trockner für drei Runden. Danach wandern erst dunkle, dann helle Wäsche und schließlich die Handtücher nach und nach in die Trommeln. Das Ganze ist mit 4,50 Euro für die Waschmaschine und 3,50 Euro für den Trockner zwar rasend teuer, aber der Service und der nette Betreiber machen den Ärger über die Kosten wieder wett. Unsere Bocholter Nachbarn haben zwischenzeitlich abgelegt und Platz für eine kleine X-Yacht („…nix mit X“) gemacht. Während wir nach der anstrengenden Großwäsche den Nachmittag geruhsam mit Lesen im Cockpit verbringen, kommt noch das eine oder andere Boot im Hafen an. Wir bekommen auch heute zum Glück nur zwei Nebenlieger und beglücken die Nachbarn abends auch noch mit einer Spende aus unserem Kräuterbuttervorrat. Irgendwie ist bei der Abschiedsparty ein Hauch – also ein bis zwei Kilo – davon übergeblieben. Bei uns gibt es heute Putenleber mit Schafskäse aus der Pfanne und dazu Baguette. Wie immer äußerst lecker!

Sonntag, 20. Mai 2007: Helgoland 0 sm

Auch heute scheint die Sonne wieder was das Zeug hält. Nach dem Frühstück – natürlich im Cockpit – machen wir uns daher auf den Weg zum Fähranleger. Mit der kleinen Inselfähre geht es zu Helgolands kleiner Nachbarinsel, der Düne. Die Insel umwandern wir geruhsam in 1 1/2 Stunden und können dabei zig Seehunde und Kegelrobben beobachten. Völlig unbeeindruckt von den vielen Menschen liegen sie am Strand und sonnen sich wohlig die Bäuche. Da uns eine SMS von Sönke von der Hippopotamus erreicht hat, dass man Helgoland bereits in Sicht hat, machen wir uns nach dem Rundgang wieder auf den Rückweg nach Helgoland. Schnell noch ein Fischbrötchen bei der Räucherei eingepackt und schon sind wir wieder bei Hello World. Genau im richtigen Moment, denn während wir noch aufs Schiff zulaufen, legt die Hippopotamus neben uns an. Eine kurze Begrüßung und dann wird allerdings schon wieder abgelegt. Man will doch lieber an den mittleren Schwimmsteg gehen, denn dort gibt es Landstrom. Kurzentschlossen legen auch wir ab und verholen hinter das Nilpferd. Wir brauchen zwar keinen Strom, doch irgendwie ist es doch netter zum Klönen, wenn man nicht um das halbe Hafenbecken laufen muss. Mit im Schlepptau der Hippopotamus sind auch Sönkes Eltern mit Ihrem Rassey, sowie ein paar Freunde auf der „Mymlas“ und Eva und Daniel mit der „Aphrodite“. Die vier Schiffe bilden ein hübsches Päckchen vor uns im Hafen. Abends kommen alle zu uns an Bord und wir klönen bei Bier, Sekt, Wein, Cola, Wasser und Gin in wechselnden Anteilen bis 2 Uhr nachts. Da die Hippos und Aphrodites erst noch ein paar Tage auf Helgoland bleiben und dann ganz gemütlich nach Holland weitersegeln wollen, werden wir uns so schnell wohl nicht mehr wiedersehen. Aber spätestens auf den Kanaren gibt es bestimmt ein neues Treffen.

Montag, 21. Mai 2007: Helgoland – Borkum 79,8 sm

Der Wecker klingelt uns unbarmherzig um 6.30 Uhr aus dem Bett. Es fällt zugegebenermaßen etwas schwer aus den warmen Federn herauszukommen. Doch es hilft nichts. Wir wollen endlich weiter und die knapp 80 sm nach Borkum sind nicht mal eben an einem Nachmittag abgesegelt. Der Wind bläst schön mit 5 Bft. aus Nordost, doch der Himmel ist dabei ziemlich grau. Ab und an wagt sich sogar ein Regentropfen aus der Wolkendecke heraus. Während Axel einen Teil des verpassten Schlafes unter Deck nachholt, quere ich mit einem kleinen Ausweichmanöver den Ausfahrtbereich des Verkehrstrennungsgebietes vor der Jade-Weser-Mündung. Hier verlässt uns dann leider erstmal der schöne Segelwind. Wir werfen in der noch stehenden Dünung den Motor an und überlegen, ob wir statt Borkum doch lieber Norderney anlaufen sollen. Zum Glück ist der Wind nach 1 1/2 Stunden wieder da, wenn auch mit etwas nördlicherer Komponente aus NNE. Für uns ist das ein schöner Halbwinder und wir segeln mit 6,5 kn bei Strom gegenan nun doch wieder Borkum entgegen. Inzwischen hat sich auch die Sonnen entschieden uns ein wenig zu wärmen. Auf der linken Seite können wir schemenhaft erst Norderney, dann Juist und schließlich Borkum am Horizont entdecken. Rechts von uns zieht ein Frachtschiff nach dem nächsten in Richtung Osten an uns vorbei. Kurz vor 18 Uhr erreichen wir so das Riffgat Fahrwasser und biegen in die Westerems ein. Nun laufen wir vor dem Wind und gegen den ablaufenden Strom, kommen somit also kaum noch voran. Wir bergen die Segel und motoren wieder. Auch so schaffen wir kaum mehr als 4,5 kn statt der normalerweise leicht erreichbaren 8 kn. So laufen wir erst gegen 20 Uhr in den Burkana Hafen auf Borkum ein. An Steg IV ist noch ein Plätzchen für uns frei. Eigentlich ist der Hafen mehr oder weniger leer. Angesichts des Umfelds vielleicht auch nicht weiter verwunderlich. Mit dem modernen Ambiente eines Yachthafens hat dies hier nichts zu tun. Wir braten uns schnell noch zwei Filetsteaks mit Rösti und grünen Bohnen. Dann fallen wir auch schon ziemlich schnell in unsere Kojen.

Dienstag, 22. Mai 2007: Borkum 0 sm

Ausschlafen!!! Doch um kurz nach acht sind wir schon wach und mehr (Brit) oder weniger (Axel) munter. Da wir Landstrom bekommen haben, können wir auch endlich mal wieder warm an Bord Duschen. Danach gibt es ein schönes Frühstück im Salon. Die Sonne, die uns morgens noch geweckt hat, ist leider schon wieder hinter den Wolken verschwunden. Wir packen Fotoapparat und Regenjacken ein uns machen uns erstmal auf den Weg zum Hafenmeister. Hier werden wir für zwei Tage erkleckliche 59 Euro los! Zusätzlich erstehen wir für 8 Euro zwei Fahrkarten für Bus bzw. Inselbahn. Doch zuerst kommt eine Besichtigung des Feuerschiffs Borkumriff an die Reihe. Mit drei weiteren Besuchern bekommen wir eine sehr interessante Führung durchs Schiff. Von 1956 bis 1988 war es im Einsatz als bemanntes Feuerschiff auf der Nordsee. Danach wurde es durch eine etwas weniger schmucke Fahrwassermitteltonne ersetzt. Nach der Schiffsbesichtigung nehmen wir den Bus in Richtung Borkum City. Am Schwimmbad „Gezeitenland“ steigen wir aus und bummeln die nächsten Stunden durch die Innenstadt. Im Vergleich zu Helgoland geht es hier doch etwas touristischer zu. Während auf Helgoland die Schnapsbuden vorherrschen, sind es hier die diversen Schnickschnack-, Tee- und Frischbrötchenläden. An der Strandpromenade kehren wir ins Restaurant „Kartoffelkäfer“ ein und genießen Kartoffelpfanne griechischer Art und Scampi mit kanarischen Kartoffeln, Aioli und Mojo. Sehr lecker und preislich erträglich. Um 14.30 Uhr kehren wir dann mit der kleinen Inselbahn zu unserem Hafen zurück. Die kleine Bahn ist zwar nett von außen anzuschauen, doch die Freude an der Fahrt wird durch die sehr harten Holzsitze und die nicht vorhandene Aussicht auf die Insel etwas getrübt. Da nehmen wir nächstes Mal doch lieber wieder den Bus. Zurück an Bord schreiben wir ein paar Postkarten an die Lieben zu Hause. Obwohl wir eigentlich noch nicht wirklich viel zu berichten haben, müssen die noch vorhandenen Briefmarken ja irgendwie noch verwertet werden, bevor wir die BRD für die nächsten Jahre verlassen. Von einem freundlichen Borkumer erfahren wir dann noch bei einem Steggespräch ein paar Details über den Hafen. Früher wurde er von der Bundeswehr genutzt, ca. 2.500 Soldaten waren hier stationiert. Doch nachdem die Marine den Hafen vor ein paar Jahren aufgegeben hat, ist hier nicht mehr viel los. Der Hafen verschlickt zunehmend und die Kaianlagen verfallen immer mehr. Eigentlich müsste sich aus dem Gelände ja was machen lassen. Doch dazu ist wohl ein milliardenschwerer Investor notwenig. Da der Hafen auch ansonsten nicht viel Rahmenprogramm zu bieten hat, verbringen wir den Abend mit Arbeiten am Boot (Axel) und dem Schreiben dieser Zeilen (Brit).

 

Mittwoch, 23. Mai 2007: Borkum – Oudeschild/Texel 95,5 sm

Um 5.30 Uhr klingelt schon wieder der Wecker und bereits um 5.55 Uhr sind die Leinen los und wir verlassen Borkum. Später erfahren wir, dass in der Nacht Eva und Daniel von der Aphrodite hier angekommen sind, doch leider fällt uns das um diese Uhrzeit noch nicht auf. Zu klein sind die Augen noch vom frühen Aufstehen. Für heute stehen knapp 100 sm auf dem Programm, denn wir wollen es möglichst bis Texel schaffen. Zwar könnten wir auch nach Vlieland oder West-Terschelling ausweichen, doch das wären auch nur 20 sm weniger. Leider hat sich der Wind heute mal gegen uns entschieden. Wir starten in völliger Flaute und müssen motoren. Später frischt der Wind zwar ein wenig auf, doch mit der Tide zwischenzeitlich gegenan und dem Wind genau von vorne, reicht uns das nicht um einigermaßen voran zu kommen. Stunden über Stunden motoren wir so an den friesischen Inseln vorbei. Erst Schiermonigkoog, dann Ameland, Terschelling, Vlieland und schließlich Texel ziehen an uns vorbei. Unser Gegenverkehr besteht heute hauptsächlich aus Krabbenkuttern. Bestimmt 50 Stück kreuzen unseren Weg und bringen etwas Abwechslung in den Kurs. Für anderthalb Stündchen gelingt es uns dann doch noch die Segel ein wenig zu lüften. Wir kreuzen auf eine Offshore-Bohrinsel zu und können dann das Molengat nach Texel fast anliegen. Doch der Wind schwächelt immer mehr und wir kommen kaum noch voran. Und das trotz inzwischen wieder mitlaufendem Strom. So wird dann doch wieder der Diesel angeschmissen und wir sind gegen 20.30 Uhr endlich fest in Oudeschild auf Texel. Die Einfahrt bei Niedrigwasser bewältigen wir mit viel Vorsicht und sehr langsam. Wir wollen ja nicht schon zum Anfang der Reise irgendwo auflaufen. Doch am Ende geht alles gut und wir bekommen einen schönen Längsseitsliegeplatz ganz am Nordostende des Hafens.

 

Donnerstag, 24. Mai 2007: Oudeschild/Texel 0 sm

Am Seemannssonntag gibt es heute mal wieder ein Ei zum Frühstück. Im Cockpit sitzend genießen wir dieses und machen wir unsere Pläne für heute. Axel will noch ein paar Arbeiten am Schiff erledigen und ich nutze die Gelegenheit des kostenlosen WLANs im Hafen um endlich mal wieder ein paar eMails schreiben und diese Seiten aktualisieren zu können. Das war letztes Jahr in Skandinavien irgendwie besser möglich. In Deutschland hat sich wohl immer noch nicht rum gesprochen, dass solch ein Service von den Segler durchaus gerne gesehen wird. Mittags machen wir uns dann auf den Weg in die Stadt. Vorbei am Fischerhafen und den dort befindlichen Frittenbuden geht es ins Zentrum. Irgendwie kam mir das Örtchen beim letzten Besuch vor zehn Jahren jedoch größer vor. Auf dem Rückweg legen wir einen Mittagsstopp beim Hafenrestaurant ein und futtern Fischspieß und Spare Ribs. So sparen wir uns heute mal wieder das Kochen an Bord. Während der Himmel den ganzen Vormittag bedeckt war, reißt er nachmittags wieder auf und wir genießen die Sonne im Cockpit. Axel wagt sogar einen Sprung ins Wasser! Während wir so vor uns hin sitzen, kommt plötzlich der Hafenmeister vorbei. Während ich schon eine Entschuldigung auf den Lippen habe, warum ich den ganzen Tag das Internet blockiert habe, stellt er uns eine recht ungewöhnliche Frage. Er hätte ein Fernsehproduktionsteam am Telefon die für den morgigen Tag unbedingt ein großes Schiff suchten. Ob wir Interesse daran hätten für einen saftigen Stundenlohn vor Texel auf und ab zu segeln? Eigentlich verdienen wir ja ganz gerne Geld, aber andererseits wollen wir morgen ja nach Ijmuiden weiter. Der Filmtermin hätte den Nachteil, dass wir ein ganzes Stück wieder nach Osten zurücksegeln müssten, um Hello World für die Kameras in Position zu bringen. Psychologisch nicht erträglich für uns! Nein, da geben wir dem freundlichen Hafenmeister doch lieber eine Absage. Nicht ganz so schlimm, denn er meint, dass er noch ein anderes Schiff fragen könne. Abends grillen wir angesichts des schönen Wetters zum ersten Mal in diesem Jahr an Bord. Neben den Resten von der Abschiedsparty – die natürlich gut eingefroren gelagert wurden – gibt es ein paar Maiskolben vom Grill. Lecker!!! Abends zwingen uns die ersten Mücken unter Deck, wo wir noch ein wenig Törnplanung für morgen und Internetpflege für die Zukunft betreiben.

 

Freitag, 25. Mai 2007: Oudeschild/Texel – Ijmuiden 38,3 sm

Auch heute können wir wieder schön ausschlafen. Wir wollen Texel zwei Stunden vor Hochwasser verlassen, um den Strom möglichst lange mit zu haben. Und Hochwasser ist heute freundlicherweise erst um 15.30 Uhr. Während wir noch ein wenig am Schiff rumbasteln, klopfen plötzlich zwei freundliche Herren vom Grenzschutz an. Schnell werden unsere Personalien aufgenommen, die Pässe gechecked und Erkundigungen über unsere Reiseroute eingeholt. Mehr will man nicht von uns und wünscht uns, nachdem wir verraten haben, dass wir auf Weltumsegelung sind, alles Gute. Wir gehen noch auf einen kurzen Rundgang durch den Hafen und können es schließlich um 11 Uhr nicht mehr aushalten. Geduld war halt noch nie unsere Stärke. Wir legen am und motoren erstmal in Richtung Ijmuiden. Da der Wind eh nicht vorhanden ist, macht es auch gar nichts, dass wir den Strom noch gegenan haben. Pünktlich um 15.30 Uhr frischt der Wind dann endlich auf und wir können ein wenig Segeln. Nach einer Stunde ist das Segelglück jedoch wieder vorbei, wir dümpeln in alter Dünung und mit schlagenden Segeln. Also muss doch wieder der Motor herhalten. So geht es ein Stündchen weiter und der Wind kommt nochmal wieder. Segel raus und Ruhe kehrt ein. Auf diese Weise erreichen wir dann gegen 19.30 Uhr die Seaport Marina von Ijmuiden. Kein Hafenmeister gibt uns, wie im Hafenhandbuch beschrieben, eine Liegeplatzeinweisung, so dass wir uns erstmal von alleine an Steg M legen. Leider ist dies zwar ein schöne Längsseitsliegeplatz, der uns das Ein- und Aussteigen doch sehr erleichtert, doch gleichzeitig ist es so ziemlich der am weitesten vom Hafenmeistergebäude entfernte Platz. Beim Anlegen hilft uns ein freundlicher Herr („Hallo, ich bin der Helmut“) der uns auch gleich sein Anliegen nach einem Staubsauger vorbringt. Da wir einen an Bord haben, sagen wir nicht nein und verleihen das gute Stück. Kaum, dass unser Staubsauger bei ihm an Bord verschwunden ist, legt dann ein ganzes Team von Zollbeamten bei ihm an und beginnt mit Hund und allem drum und dran das Boot zu filzen. Unseren Staubi bekommen wir aber zum Glück recht bald wieder und brauchen nicht mehr befürchten, dass er konfisziert wird. Wir machen uns schließlich auf den langen Marsch zum Hafenmeisterbüdchen. Die Schwierigkeit besteht darin, nach Verlassen der Steganlage durch eine Toranlage, dort auch wieder hinein zu gelangen. Dies ist nur möglich nachdem man die Hafengebühren bezahlt und dafür ein Strichcode-Kärtchen erhalten hat. Eigentlich kein Problem, denn wenn der Hafenmeister nicht persönlich da ist, kann man die Gebühren einfach an einem Automaten bezahlen. Man sollte jedoch unbedingt das passende Kleingeld (für uns übrigens happige 35 Euro plus Kurtaxe) bereithalten. Der gute Automat nimmt nämlich leider keine EC-Karte und kapituliert bereits bei 50 Euro-Scheinen. Nach einem kleinen Abstecher zur größten Yacht im Hafen (ca. 30 m lang) geht es zurück zu Hello World. Der Zoll ist immer noch mit dem Nachbarn beschäftigt und wir ziehen uns bei eckelig grau-regnerischem Wetter unter Deck zurück.

 

Samstag, 26. Mai 2007: Ijmuiden – Scheveningen 28,5 sm

Auch heute zwingt uns die Tide nicht zum frühen Aufstehen. Bei dem grauen Wetter könnte man allerdings auch gut den ganzen Tag in den Kojen liegen bleiben. Ein wenig ärgerlich ist, dass sich Hello World über Nacht in eine kleine Sanddüne verwandelt hat. Während wir uns am Vorabend noch gewundert haben, wo eigentlich der ganze Sand auf dem Steg herkommt, wissen wir nun, dass er wohl einfach über die Hafenmauer hergeweht sein muss. Bah, alles ist sandig! Die Polster, das Teakdeck, einfach jede noch so kleine Ritze hat sich mit Sand gefüllt. Da holt Axel doch glatt seine Deckwaschanlage hervor und versucht das Gröbste wegzuspülen. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Um 11 Uhr machen wir uns dann endlich auf den Weg in Richtung Scheveningen. Doch irgendwie macht uns heute die Tide einen Strich durch die Rechnung. Verläuft sie doch glatt nicht wie sonst bei ablaufend Wasser in südliche Richtung sondern genau entgegengesetzt. Das hätte uns ja auch mal jemand sagen können! Mühsam kämpfen wir uns daher bei achterlichen Winden und einer alten Dünung durch die Nordsee. Die Genua wird dabei ausgebaumt und das Groß mit einer Bullentalje gebändigt. Während ich oben Wache gehe, macht sich Axel unter Deck auf die Suche nach unserem „Wasser-in-der-Bilge“-Problem. Seit einigen Tagen sammelt sich vor der Motorbilge literweise Salzwasser an. Bisherige Versuche das Leck aufzufinden, scheiterten kläglich. Doch heute legt sich Axel auf die Lauer. Während des Segelns ist jedoch nichts festzustellen. Die Bilge bleibt trocken. Schließlich starten wir versuchsweise den Motor und siehe da, dass Wasser steigt. Schnell ist der Motor als Schuldiger ausgeschlossen. Auch die Stopfbuchse scheidet augenscheinlich aus. Bleibt nur noch der Blick ins Acherschiff. Und ja, da befindet sich das Leck. Am Ruderlager tritt ordentlich Wasser ein. Scheinbar sitzt die Dichtung nicht fest genug und das Ruderlager wird unter Motorfahrt so nach Achtern gedrückt, dass Wasser eindringen kann. Sch….!!! Schnell wird Herr Mohr von Sunbeam angerufen, der auch verspricht sich um das Problem zu kümmern. Allerdings wird sich wohl vor Dienstag nichts machen lassen, da über die Feiertage niemand zu erreichen sein wird. Naja, immerhin wissen wir jetzt wo es herkommt. Unverdrossen segeln wir weiter, zumindest so lange, bis uns mal wieder der Wind ausgeht. Aber das kennen wir ja schon. Während wir auf Scheveningen zu motoren, überkommen uns Zweifel, ob wir den Hafen überhaupt anlaufen sollten. Zwei riesige Regattafelder haben sich vor Scheveningen versammelt. Ob wir da überhaupt noch ein Plätzchen für Hello World bekommen. Doch am Ende siegt der Gedanke schnell im Hafen zu sein anstatt noch ein paar Stunden weiter zu motoren. Wir setzen noch mal Segel und fahren so standesgemäß in den Vorhafen ein. Um drei Ecken gelangt man dann in den so genannten Zweiten Hafen. Hier befindet sich auf der rechten Seite der Yachthafen. Leider wimmelt man uns dort schon von Land aus ab. Wer kein Regattateilnehmer ist, hat hier heute nicht zu suchen. Wir werden in den linken Hafenteil verwiesen, wo wir als Dritter im Päckchen fest machen. Bzw. eigentlich als Vierter, wenn man das Restaurantschiff mitzählt, an dem die erste Yacht fest gemacht hat. Diese wunderschöne blaue Segelyacht lag übrigens auch schon in Ijmuiden hinter uns (nein, nicht die vom Zoll durchsuchte). Beim Gang an Land kommen wir mit dem Skipper ins Gespräch. Er segelt mit seinem Boot alleine ins Mittelmeer und sitzt gerade mit ein paar Büchern („The shell channel pilot“ und „North Biscay“) im Cockpit und plant die Reise. Wir laden ihn spontan zu einem Glas Wein am Abend ein, gehen dann jedoch erstmal auf Erkundung durch die Stadt. Erstmal schauen wir uns natürlich das Regattageschehen im Yachthafen an. Hier baut sich derzeit ein immenses Päckchen aus den zurückkehrenden Yachten auf. Interessanterweise liegt man nicht wie bei uns längsseits im Päckchen. Vielmehr macht jede Yacht mit dem Heck zu Steg fest und bildet dann mit den links und rechts liegenden Yachten eine lange Reihe. Gar nicht dumm! So passen viel mehr Schiffe in den Hafen als auf die andere Art und Weise. Dicht beim Yachthafen entdecken wir dann auch noch einen schönen Supermarkt. „Jumbo“ bietet alles, was das Feinschmeckerherz begehrt. Da könnten sich unsere deutschen Supermärkte echt mal ein Scheibchen von abschneiden. Bepackt mit frischen Avocados, Tomaten, Salat, Wurst und Käse geht es zurück zum Schiff. Inzwischen hat eine funkelniegelnagelneue Grand Soleil 40 neben uns fest gemacht. Mit den beiden Bewohnen kommen wir schnell ins Gespräch. Man will am nächsten Tag bis ganz nach Dunkerque, wo die Yacht zunächst liegen soll. Nach dem Abendessen (Thai-Hähnchen mit Reis und Joghurtsauce) kommt dann wie abgesprochen unser Innenlieger zu Besuch. Er heißt Henk und ist gerade vor drei Tagen zur großen Reise aufgebrochen. Natürlich führen wir interessante Gespräche über Gott und die Welt und unsere Reisepläne. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir uns in dem einen oder anderen Hafen wieder treffen werden. Lustigerweise stellt sich am Ende heraus, dass Henk ebenfalls in Carvoeiro an der Algarve einen Stopp einlegen will. Er hat dort jahrelang gewohnt und die Wohnanlage am Golfclub entworfen. Als ich erzähle, dass wir dort meine Tante und meinen Onkel, Inga und Uwe, besuchen wollen und dass diese davor in Holland gelebt haben, stutzt er. Vor ein paar Jahren erzählt er, hätte er ein deutsches Paar, welches ebenfalls in Holland gelebt hätte, im Restaurant „Antoni“ getroffen. Wer weiß, vielleicht war das ja meine Verwandtschaft! Die Welt ist doch kleiner als man denkt! Nachdem Henk uns wieder verlassen hat, gönnen wir uns noch ein wenig sentimentale Musik aus dem mp3-Player bevor wir in die Kojen fallen.

 

Sonntag, 27. Mai 2007: Scheveningen – Hellevoetsluis 27,0 sm

Diesmal lassen wir uns von der Tide nicht verarschen. Wir stellen den Wecker auf 6.30 Uhr (und er weckt uns auch pünktlich um diese Zeit) und legen um kurz nach sieben ab. Der versprochene N-NE Wind mit 5-6 Bft. hat sich leider noch nicht eingestellt, als wir auf Rotterdam zu segeln. Doch mit Schiebestrom kommen wir immerhin auf 7-8 kn. Die stark befahrene Einfahrt nach Rotterdam – Maasgeul genannt – müssen wir nach einer vorgeschriebenen Route und unter Zuhilfenahme des Motors passieren. Echt spannend hier lang zu fahren. Ein Frachter/Tanker nach dem anderen kommt wie an der Perlenschnur aufgereiht vor und hinter uns lang. Da hilft unser AIS-System schon ganz gut mit eine Kollision zu vermeiden. Wir sehen haargenau in welchem Abstand wir die Großen passieren werden. Dummerweise hat sich nach der Passage der Wind mal wieder verabschiedet. Innerhalb von einer halben Stunde herrscht fast völlige Flaute. Also, Segel weg gepackt und mal wieder losgebrummt. Für die Passage des Sijgats zur Hariengvlietsluis ist der nicht vorhandene Wind allerdings gar nicht schlecht. Schon bei frischem Wind soll sich hier eine unangenehme See aufbauen. Und da die Tiefe der Fahrrinne für uns schon recht grenzwärtig ist, kann ein bischen weniger Wind nicht schaden. Um halb zwölf erreichen wir die Schleuse bei Stellendam und sind innerhalb von zehn Minuten im Haringvliet angekommen. Nur noch ein paar Meilen und wir sind in Hellevoetsluis angekommen. In der recht neuen Helius Marina machen wir an einem längsseits Schlengel fest. Der Besuch beim Hafenmeister bringt die Erkenntnis, dass wir hier auch liegen bleiben können. Freundlicherweise besorgt er uns auch direkt einen Adapter für den Stromanschluss, so dass wir unsere Batterien schön laden können. Nachmittags machen wir uns auf den Weg in die City. Der Hafen liegt etwas außerhalb, doch in der Innenstadt können wir von Glück reden, dass wir uns nicht für den Hafen dort entschieden haben. Laute Musik hallt uns entgegen – Rummelstimmung. Zig Plattbodenschiffe regattieren vor der Hafeneinfahrt und an Land sind die Sehleute unterwegs. Bei einsetzendem Regen machen wir uns schnell wieder in Richtung Schiff auf. Kurzen Stopp legen wir dabei im Beach Restaurant bei Kaffee und Kuchen ein. Abends gibt es die von Stephan und Siggig geschenkten Nürnberger Rostbratwürstchen aus dem Wasserbad mit Kartoffelpü und Sauerkraut. Etwas skeptisch sind wir zwar in Bezug auf die Würstchen, doch sie schmecken tatsächlich sehr lecker. Abends kommt uns noch Guido an Bord besuchen. Eigentlich war geplant, dass wir uns mit ihm, seiner Frau Mücke und den Kindern Moritz und Mira in Hellevoetsluis treffen. Seine „Playmobil“ liegt am Grevelingen Meer in Herkingen, nur einen Katzensprung von uns entfernt. Doch leider ist der arme Moritz ausgerechnet an seinem Geburtstag krank geworden und so ist man lieber wieder nach Herkingen zurück gefahren. Wir drücken Moritz jedenfalls alle Daumen, dass es ihm bald wieder besser geht!!! Der Abend mit Guido wird jedenfalls sehr nett und wir beschließen nach kurzer Beratschlagung in den nächsten Tagen innen lang zu segeln. Dafür müssen zwar ein paar Brücken und Schleusen bewältigt werden, doch da die Wettervorhersage für die Nordsee nicht allzu gut ist, nehmen wir dies gerne in Kauf.

 

Montag, 28. Mai 2007: Hellevoetsluis 0 sm

Bevor es weiter in Richtung Belgien geht, machen wir heute noch einmal einen Hafentag. Das Schiff muss dringend mal wieder mit Süßwasser sauber gemacht werden und drinnen könnte auch mal wieder der Staubwedel geschwungen werden. Nach dem Frühstück geht es also los mit der Arbeit. Fleißig wird geschrubbt und gewienert was das Zeug hält. Während wir dabei vormittags noch ganz gutes Wetter haben, fängt es nachmittags richtig schön an zu regnen. Wir verziehen uns unter Deck und freuen uns, dass wir heute nicht segeln müssen. Da der Hafen ein WLAN hat, aktualisiere ich mal wieder unsere Internetseiten. Abends gibt es leckeren Salat mit Schafskäse und da wir zu faul sind um die Heizung anzuwerfen, gehen wir früh in die Kojen und lesen noch ein wenig.

 

Dienstag, 29. Mai 2007: Hellevoetsluis 0 sm

Brrr, Außentemperatur 11°C, Regen und Pustewind aus Nordwest. Da fällt das Aufstehen echt schwer. Eigentlich wollten wir heute ablegen und uns über die Westerschelde und Osterschelde nach Süden vorarbeiten. Doch bei dem Wetter mag man ja nicht mal Weltumsegler vor die Tür schicken. Wir entscheiden uns kurzfristig um und hängen noch einen Tag in Hellevoetsluis dran. Für morgen verspricht der Wetterbericht deutlich schöneres Wetter (Sonne!!!) und auch netteren Wind. So werden wir dann wohl voraussichtlich doch außen über die Nordsee segeln und direkt Zeebrugge anlaufen. Nachmittags lockert es dann doch tatsächlich mal ein wenig auf, so dass wir uns entscheiden einen Gang in die Stadt zu wagen. Während wir bisher nur im Hafenbereich unterwegs waren, geht es heute ein gutes Stück weiter in das eigentliche Zentrum von Hellevoetsluis. Immer am Kanal entlang führt uns der Weg über ca. 3 km. Schließlich erreichen wir ein nette überdachte Einkaufspassage und die schöne Fußgängerzone. Wir beschließen unsere Bordvorräte noch einmal im Frischebereich aufzustocken und kehren schließlich schwer bepackt wieder an Bord zurück. Den Abend verbringen wir dann im geheizten Salon mit unseren Büchern.

 

Mittwoch, 30. Mai 2007: Hellevoetsluis – Wemeldinge 38,3 sm

Das Warten hat sich gelohnt! Die Sonne weckt uns und wir legen gemütlich um 11 Uhr aus Hellevoetsluis ab. Mit einem schönen Halbwinder geht es im Sauseschritt, sprich 8 kn, auf die erste Brück zu. Die Haringvlietbrug öffnet jeweils zur vollen Stunde und wir landen um 12.58 Uhr eine Punktlandung davor. Für die Brückenöffnung wird doch tatsächlich eine ganze Autobahn gesperrt. In Deutschland undenkbar! Wir kreuzen ein kurzes Stück und müssen dann an der Volkerakschleuse ein wenig warten. Die Schleuse öffnet zwar recht schnell, aber wir sollen als Sportboot erst nach den ganzen Frachtschiffen hinein. Auch hier wird wieder die Autobahn zwecks Brückenöffnung für uns gesperrt. Hoffentlich kam die Staumeldung nicht im Radio. Weiter geht es unter Segeln, bis und die nächste Schleuse stoppt. Auch hier folgt das bekannte Spiel – erst die Frachter, dann wir. Und auch hier wird mal wieder extra für uns eine Brücke geöffnet. Nach der Krammerschleuse geht es für uns dann allerdings mal wieder unter Motor weiter. Der Wind kommt direkt von vorne und zum Kreuzen haben wir keine Lust. Vor allem weil der Himmel sich schon wieder völlig eingetrübt hat und grau auf uns hinab blickt. Auf Empfehlung von Guido laufen wir abends das Örtchen Wemeldingen an. Es liegt verkehrsgünstig direkt am Kanal door Zuid-Beverland, den wir morgen befahren müssen. Außerdem soll der Hafen auch so ganz nett sein. Da wir für das Gebiet keinen Hafenführer haben, fahren wir erstmal auf gut Glück nach Wemeldinge hinein. Im Vorhafen begrüßt uns ein kleiner Passantenanleger mit Telefonzellen an der man sich einen Liegeplatz zuweisen lassen kann. Wir nutzen diesen Service und werden erstmal nach Länge und Breite des Schiffes gefragt. Auf die Antwort 16 m Länge und knapp 5 m Breite (lieber ein wenig mehr Platz, kann ja nicht schaden) bekommen wir den Platz 11 an Steg H zugewiesen. Wir machen uns auf den kurzen Weg und vermuten schon bald einen Irrtum bei der Längenübertragung. Der Platz ist doch recht winzig. Nichts desto trotz bugsiert Axel Hello World kunstvoll über Achtern in die Lücke. Am Ende stecken wir gut fest und bräuchten wohl eigentlich auch keine Leinen mehr festmachen, um das Schiff zu stabilisieren. Einziges Manko: Hello World steht ungefähr 5 m aus der Boxenreihe hervor und die Gummisau versperrt leicht den Durchgang am Steg. Egal! Der Gang zum Hafenmeister bringt dann Gewissheit. Dort hatte man tatsächlich 10 m Länge verstanden. Man entschuldigt sich vielmals und bietet uns einen anderen Platz an. Doch die wären eigentlich auch nicht viel breiter und länger. Also bleiben wir wo wir sind. Abends gibt es mal wieder Spargel. Den hatte wir schon geschält in Hellevoetsluis erstanden und brauchen ihn heute nur noch ins kochende Wasser werfen. Dazu wie immer Salzkartoffeln und Sauce Hollandaise. Lecker!

 

Donnerstag, 31. Mai 2007: Wemeldinge – Zeebrugge 40,9 sm

Während es in der Nacht noch in Strömen regnet, bringt der Morgen schönsten Sonnenschein. Nach dem Frühstück machen wir uns erstmal mit Fotoapparat bewaffnet auf einen Rundgang durch den Ort. Die Hafenanlage macht einen wirklich gepflegten Eindruck! Das Ganze teilt sich auf in einen Osthafen, wo wir liegen, und den Binnenhafen auf der anderen Seite einer kleinen Halbinsel. Die Insel ist mit netten Häusern bebaut und der Kanal zum Binnenhafen lässt sich über eine kleine Drehbrücke überqueren. Pfiffigerweise ist diese nicht dauern begehbar, sondern wir auf Anforderung für die Fußgänger über den Kanal gedreht. Toll!!! Der Ort selber ist zwar nett, aber um diese Zeit doch eher ausgestorben. So machen wir uns nach kurzer Zeit wieder zurück zum Schiff. Da wir nach der Passage des Kanals auf die Westerschelde hinausfahren müssen, ist für heute gute Tidennavigation angesagt. Wir errechnen für den Ausgang des Kanals die Hochwasserzeit mit 15 Uhr. Nun bleibt nur noch auszurechnen, wie lange wir für die Kanalpassage brauchen werden, um rechtzeitig für den ablaufenden Strom in Hansweert anzukommen. Aus unseren gestrigen Erfahrungen kommen wir auf ca. 2 Stunden. Immerhin sind zwei Brücken und eine Schleuse zu passieren. Mit ein wenig Zeit gut und der Möglichkeit ja auch ein bisschen gegen den Strom gegen an motoren zu können, legen wir schließlich um 12 Uhr mittags endlich ab. Die Fahrt durch den Kanal geht dann jedoch deutlich schneller als gedacht. Bereits nach 1 1/2 Stunden sind wir auf der Westerschelde angekommen. Gemeinsam mit den zig Berufsschiffen kämpfen wir uns die nächsten Stunden gegen den Strom. Teilweise setzt er hier mit 3,5 kn gegen an, so dass wir meinen fast zu stehen. Erst auf Höhe Breskens kentert der Strom endlich und wir laufen nun mit schönen 9 kn über Grund. Kaum dass wir die belgische Grenze überquert haben, setzt dann auch tatsächlich noch schöner Segelwind aus NE ein. Zuvor herrschte die ganze Zeit bleierne Flaute. Wir segeln noch ein Stündchen und erreichen gegen 18.30 Uhr unseren ersten belgischen Hafen Zeebrugge. Im Yachthafen angekommen, wollen wir auch hier wieder den Gästesteiger anlaufen, den man zur Anmeldung beim Hafenmeister benutzen soll. Doch ein freundlicher Herr winkt uns direkt weiter an einen anderen Steg. Der Gästesteg wird heute Abend für Filmarbeiten benötigt. Na, da sind wir ja mal gespannt! Und tatsächlich, während wir nett zu Abend essen (Tacos mit Guacamole) werden die ersten Scheinwerfer aufgestellt. Als es endlich dunkel ist, werden dann ein paar Szenen mit einem Polizeiauto vor dem Hafenmeistergebäude gedreht. Allerdings wirklich nichts, wofür es sich lohnen würde wach zu bleiben…

 

Freitag, 1. Juni 2007: Zeebrugge – Brugge – Zeebrugge 0 sm

Wenn wir schon mal in Zeebrugge sind, darf ein Ausflug nach Brugge natürlich nicht fehlen. Nach dem Frühstück nehmen wir daher zunächst die Kusttram nach Blankenberge. In diesem quirligen Badeort haben wir eine 3/4 Stunde Aufenthalt, bevor unser Zug nach Brugge weitergeht. Wir nutzen die Zeit für einen kleinen Stadtbummel und ein Original Belgisches Bier am Mittag. Puh, die haben tatsächlich 11 % Alkohol! Geschmacklich muss man sich wohl auch erstmal dran gewöhnen. Ein schicker belgischer Zug bringt uns dann innerhalb von 10 Minuten nach Brugge. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Zentrum und landen erstmal in einem wunderschönen Gartenrestaurant. Zum Mittag gibt es Pasta Pesto für Axel und ein Bordje Fintje Hapjes für Brit. Sehr lecker und sehr romantisches Ambiente in dem verwunschenen Garten in de wir es genießen. Weiter geht es durch die mittelalterlichen Gassen. Brugge hat den Status eines Unesco Weltkulturerbes auf jeden Fall verdient. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall. Und wenn man Schokolade und Pralinen liebt umso mehr. Ein Laden nach dem anderen bietet die süßen Verführungen in zig Sorten an. Wir widerstehen und machen lieber eine kleine Bootstour durch die Kanäle. In einer halben Stunde geht es ähnlich wie in Amsterdam durch die Grachten. Wunderschöne Häuser link und rechts der Kanäle sind zu bewundern. Auch unser Filmteam von gestern treffen wir hier wieder. Es handelt sich nach Angabe des Touri-Guides um einen belgischen Polizeifilm. Aha! Nach der Bootstour geht es noch weiter zu Fuß durch die Straßen. Die Stadt brodelt richtig vor Leben. An jeder Ecke gibt es ein kleines Bistro oder Cafe vor dem Menschen die Sonne genießen. Für uns geht es um 16.34 Uhr wieder zurück nach Blankenberge und weiter nach Zeebrugge. Im Spar-Markt an der Kirche erstehen wir noch ein paar Erdbeeren, Tomaten usw. Der Fischladen ums Eck hält uns auch nicht stand. Wir erstehen leckere Garnelenpfanne, Garnaalsalade und ein Stück Seeteufel. Mal sehen, was wir uns daraus leckeres zaubern können.

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.